Beim Trendsport Bobbycar fahren sitzen ausnahmsweise mal nicht die Kinder auf den kleinen Flitzern, nein hier darf der Papa selbst ran.
Also, wenn Du Deinem Nachwuchs einmal zeigen willst, was ein richtiger Bobbycar Fahrer ist, dann muss das Gefährt zunächst mit einer Hupe ausgestattet werden. Dies gilt als Vorschrift. Natürlich kannst Du Dir Deinen eigenen kleinen Rennwagen für diese Sportart ein wenig umbauen und tunen.
Bobbycar Wettkämpfe
Die ersten Bobby Car Wettkämpfe wurden Downhill-Rennen genannt. Bei diesen Wettkämpfen ist es verboten einen Motor anzubringen oder den Plastikkorpus zu verändern. Das kleine Spielauto ist auch für Erwachsene Rennfahrer stabil genug. Allerdings sollten die Lenkung und die Achsen wegen der Belastung modifiziert werden. Kickboardreifen und spezielle Radlager gehören zum beliebten Zubehör.
Bei den klassischen, unmotorisierten Bobby Car Meisterschaften darf auch der Körper des Fahrers nicht zur Geschwindigkeitsverstärkung mit eingebracht werden. Ziel ist es, möglichst flach in Rückenlage, auf dem Bobbycar liegend, eine abschüssige Straße hinunter zu fahren. Zwischen 70 und 100 km/h können die kleinen Rennautos erreichen. Gebremst wird ganz traditionell mit den Füßen. Bei dieser Sportart geht es nicht um Mannschaftssport, sondern jeder ist Einzelkämpfer, wie beim richtigen Autorennen. Das Bobby Car Rennen Silberg und das Bobby Car Rennen Forchheim sind zwei der bekanntesten Bobby Car Rennstrecken.
Natürlich gibt es mittlerweile auch Bobbycars mit Motor. Bei den Bobby Car Motor-Challenge-Rennen werden die kleinen Autos beispielsweise mit Rasenmäher- oder Elektrosägenmotoren aufgepeppt. Mit so einem frisierten Auto kannst Du Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen.
Die Geschichte des Bobby Cars und Besonderheiten
Erfunden wurde diese Trendsportart von Vätern in den 90er Jahren. Als offizieller deutscher Geschwindigkeitsrekort wurden bei Downhill-Rennen 108,2 km/h erreicht, von Marco Fischer aus Coburg. Weitere Profis der Bobby Car Szene lernst du auch bei uns kennen.
Bei Bobbycar Sportlern gibt es mittlerweile zwei Leistungsklassen. Die Amateure und die Profis. Solltest Du Deine Schwäche für das Bobbycarfahren entdecken und zum Profi aufsteigen, kannst Du mittlerweile sogar an Landes-, Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen.
Das Besondere an dieser Sportart ist wohl die Tatsache, dass es für einen Erwachsenen ziemlich schwierig ist, relativ bewegungslos ausgestreckt auf diesem Minigefährt ins Ziel zu rasen.
Die neu entdeckte Leidenschaft der Erwachsenen ein Bobbycar zu fahren, hat auch Prominente animiert. Dazu gehören beispielsweise Günter Jauch oder Jeanette Biedermann.
Bobbycar fahren - das solltest du noch wissen:
- Geeignet ist der Sport für Leute, die den Nervenkitzel mögen, denn beim Fahren mit dem Bobbycar bist Du immer ziemlich nahe am Boden. Die Liebe für Geschwindigkeit solltest Du natürlich auch mitbringen. Denn das Bobby Car Tuning kann dich sehr schnell werden lassen.
- Als Ausrüstung für Profis ist eine Lederkombi ideal. Vorgeschrieben sind zumindest Schutzkleidung und ein Helm.
- Diese neue Sportart ist natürlich nicht ganz ungefährlich, da ja mit hoher Geschwindigkeit auf Asphalt gefahren wird und Kollisionen oder Unfälle einfach einkalkuliert werden müssen.
- Bobbycar fahren kannst Du am besten in einem der vielen Bobby Car Vereine. Dort erhältst Du die geltenden Regeln und triffst Gleichgesinnte.







