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Kletterhalle, Klettergarten, Klettersteig oder Kletterpark fürs Freeclimbing?

Du hast etwas über das freie Klettern gelesen und möchtest diese Trendsportart jetzt gerne selbst ausprobieren? Kein Problem! 

Die Kletterhalle

kletterhalleZum Einstieg empfiehlt es sich eine der 244 Kletterhallen Deutschlands zu besuchen. Natürlich findest du auch in Österreich und in der Schweiz eine geeignete Kletterhalle. Wenn du eine in deiner Nähe gefunden hast, solltest du dich dort anmelden und mit einem ausgebildeten Kletterlehrer eine Probestunde vereinbaren.

Die Kletterhalle hat den Vorteil, dass du dich ganz auf das Klettern konzentrieren kannst und die Umgebung oder das Wetter erst einmal egal sind. Auch die Freeclimbing Risiken sind bei einer Kletterhalle anfangs geringer.

In den Kletterhallen gibt es freie Klettermöglichkeiten und festgelegte Routen, die in den üblichen Schwierigkeitsstufen eingeteilt sind. Damit fällt es gerade Anfängern besonders leicht, die beste Route auszusuchen. Natürlich wird dir der Kletterlehrer dabei helfen.

Die Kletterhallen sind ausgestattet mit Kletterwänden an denen Griffe in verschiedenen Größen fest angebracht oder frei einsetzbar sind, was perfekt zum Üben der Klettertechnik ist. Etwas schwieriger wird es dann an den Überhängen und den Dächern.

Kletterpark und Klettergarten

Natürlich kann kletterparkman auch in einem der vielen Kletterparks oder Klettergärten Deutschlands outdoor mit dem Freeclimbing beginnen. Auch dort gibt es gut ausgebildete Kletterlehrer, die dir alles genau erklären können und dich absichern.

Es hat einen ganz besonderen Reiz an der frischen Luft zu klettern und in nahezu jedem Klettergarten gibt es viele unterschiedliche Klettermöglichkeiten für die ganze Familie. Selbst die Kleinsten werden hier auf sichere Art und Weise zu mutigen Höchstleistungen angeregt. Durch das perfekt ausgearbeitet Gurtsystem ist das Klettern hier, oder auch in einem Kletterpark, nahezu ungefährlich, selbst für Anfänger.

Freeclimbing-Profis wie Jonas Baumann, seines Zeichens erster Deutscher Boulderweltcup-Gewinner, klettern überwiegend an einem natürlichen oder künstlichen Klettersteig in Felswänden. Sie fordern die Kletterer durch ihre Ungleichmäßigkeit in der Verteilung der Steinrisse und Spalten. Dabei hakt er sich in regelmäßigen Abständen in vorher angebrachte Haken ein oder er schlägt die Haken oder Keile selbst in die Felswand. Das wird bei der sogenannten Erstbegehung eines Klettersteiges gemacht oder wenn ein Kletterer eine Route verändert.

Die meisten Klettersteige haben leider einen traurigen historischen Entstehungsgrund. Im Ersten Weltkrieg führte Österreich-Ungarn in Südtirol einen Gebirgskrieg gegen Italien. Sie kämpften um jeden Gipfel. Hierfür brauchte man natürlich Zugangswege für Patrouillen und Nachschub – und so entstand der Klettersteig. Heute nutzen die Freeclimber die so entstandenen Klettersteige in den Sextener Dolomiten am Toblinger Knoten in Italien im rein sportlichen Sinne.

Alle öffentlichen Klettersteige sind in Schwierigkeitsstufen eingeteilt. Wer outdoor klettert sollte vorher ein Auge auf das Wetter werfen. Überraschender Regen, Schneefall oder starker Wind können das Klettern deutlich erschweren und einem eine schöne Klettertour verderben.

Noch zur Kletterausrüstung und zu Freeclimbing Wettbewerben:

Wer die Grundregeln des Kletterns einmal erlernt hat, braucht irgendwann eine eigene Ausrüstung. Sie besteht im Grunde aus einem Helm, Kletterschuhen, einem Sicherungsgurtsystem und einem Bergseile aus Kunststoff, meist 45 bis 60 Meter lang und mit einem Durchmesser von 9 bis 13 Millimetern. Es muss rissfest und dehnbar sein, um einen eventuellen Sturz des Kletterers elastisch abzubremsen. An einer Felswand läuft das Seil beim Klettern oft über sehr scharfe Steinkanten, das muss es natürlich auch aushalten. Das Seil verbindet den Klettergurt mit den Seilhaken und dem unten stehenden Kletterpartner, der den Kletterer sichert. Er ist für den Kletterer unentbehrlich, da es in seiner Hand liegt, ob man im Falle eines Falles abgefangen wird oder nicht. Daher sollte niemand allein klettern gehen, das wäre viel zu gefährlich! Das Absichern eines Kletterers erfordert eine gute Sicherungstechnik und jeder Kletterer sollte sie beherrschen.

Weltweit werden regelmäßig Freeclimbing-Wettbewerbe abgehalten und es gibt sogar Weltmeisterschaften. Der Trendsport wird sowohl von Männern wie von Frauen ausgetragen und weiblichen Kletterer stehen den männlichen in nichts nach.

Nachdem ihr jetzt so einiges übers Freeclimbing erfahren konntet… ab in die Kletterhalle, den Klettergarten oder Kletterpark und Termin ausmachen… und dann loslegen!