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Klettertraining und Klettergriffe - Chalkbag bereit?

Wer schon so weit zu sein glaubt, sich bei Tricks und Insider-News der Freeclimber umzugucken, hat seine Kletterschuhe wohl schon so fest festgezogen, dass sie förmlich festgewachsen sind. Richtig? Noch leichte Zweifel? Oder doch noch Klettertraining nötig?

Klettergriffe: Hände eingepudert?

Wenn Du schon so weit bist, dass Freeclimbing ein bekannter Begriff ist, sollte es Dir nicht schwer fallen, die letzte (offene) Tür, die dich von unseren Tricks trennt, daduklettertrainingrch aufzustoßen, dass Du dir selber (ehrlich) folgende Fragen beantwortest (Bereit? Handflächen eingepudert? Dann mal los.):

  • Wer meinte, dass das Gehirn der wichtigste Muskel beim Klettern sei? Hm? Na? Ok, die Frage war nur zum warm werden. Du wusstest natürlich, dass es die Freeclimbing-Legende Wolfgang Güllich war, die diesen treffenden Satz formulierte. Weiter.
  • Bei welchem der folgenden Be-Griffe handelt es sich NICHT um einen der üblichen Klettergriffe a) Obergriff; b) Untergriff; c) Zangengriff; d) Aufleger oder e) Seitgriff? Hm? Scheint ja doch eine lange Bedenkzeit zu sein. Tja. Nur ein Profi bzw. ein Kletterführer hat gemerkt, dass ALLE Begriffe richtig sind und dass das eine hinterhältige und tückische Falle des Autors war. Unfair? Ja. Danach fragt aber der Felsvorsprung, an dem Du den Halt verlieren könntest, doch auch nicht. Letzter Versuch.
  • In der Einleitung zu diesen Fragen ist von (offener) Tür die Rede. Was soll dieses unsinnige Wortspiel? Hey! Nicht so lange grübeln! Keine Ahnung? Du musst erst googlen? Schon mal bei einer Drehung ungewollt von der Kletterwand weggekippt? Dann war das Dein Beitrag zur sogenannten "offenen Tür". Entscheide selbst, ob Du wirklich für die Profitipps bereit bist.

Fürs Klettertraining: Nachdenken und Be-Greifen! Dieser (nicht ganz ernst gemeinte) Test will vor allem eines schärfen: Das Bewusstsein dafür, dass man sich zuerst einer sehr einfachen Grundtechnik bedienen sollte, um die Kletterwand (egal, ob in- oder outdoor, ob mit oder ohne Kletterschuhe) zu erklimmen: Nachdenken. Ganz davon abgesehen ist Freeclimbing vielleicht für viele deswegen ein so reizvoller Sport, weil er etwas erlaubt, was viele andere Sportarten nur bedingt gestatten: Frei von Regeln sein. (Die Freeclimbing Risiken dürfen jedoch nie vergessen werden!)

Klettergriffe bzw. drei Bewegungsphasen

Beim Freeclimbing spricht man zunächst von drei Bewegungsphasen:

  • Den nächsten Tritt aussuchen, Ausgangsposition ist stabil.
  • Bein- und/oder Armbewegung, neuen Griff oder Tritt setzen.
  • Durch Schwerpunktverlagerung wieder Stabilität erreichen.
  • Diese Bewegungsphasen für sich alleine genommen, geben lediglich den technischen Aspekt des Freeclimbings wider. Die Technik zu beherrschen bedeutet aber nicht, die mentale Kraft zu haben, sich von einer zur nächsten Schlüsselstelle fort zu bewegen. Technik und gute Kletterschuhe alleine machen noch keinen guten Kletterer.

Offene Tür für die Tipps – Willensstärke ist nicht alles.

Dennoch reicht Willensstärke alleine nicht aus, um ein guter Kletterer zu sein. Weißt Du noch weiter oben bei unserem "Test"? Den Namen der Grifftechniken zu kennen, ist nicht alles. Wenigstens genauso wichtig ist, dass man seine Kraft sparsam einsetzt und darüber hinaus folgende Hinweise beachtet:

  • Verlagere den Schwerpunkt so, dass die Hand oder der Fuß, die sich bewegen, unbelastet sind!
  • Ist genug Auflagefläche vorhanden? Je größer die Auflagefläche, desto geringer der Krafteinsatz!
  • Greife oder trete nie zu hoch. Bedenke stets, dass kurze Züge einfach weniger ermüden – der Körper wird nicht so belastet!
  • Und last but not least: Jede Kletterwand ist eine neue Herausforderung – meistere sie!