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Sportklettern und Bouldering - bist du dafür geeignet?

Für jeden Bergsport sind Mindestanforderungen an die körperliche Belastungsfähigkeit und Kondition des Sportlers zu stellen, da die Verletzungsgefahr bei wenig trainierten Menschen deutlich erhöht ist.

Sportklettern und anderer Bergsport: Körperliche Voraussetzungen

sportkletternDie Kondition lässt sich durch regelmäßiges Training leicht verbessern. Joggen und anderer Ausdauersport können hier sehr hilfreich sein. Die körperliche Belastungsfähigkeit lässt sich ebenfalls durch Übung steigern.

Zusätzlich ist darauf zu achten, die Konzentrationsfähigkeit nicht durch eigenes Verhalten in Frage zu stellen. Sowohl ein übermäßiger Alkoholgenuss als auch starke Müdigkeit sind weder für das Bergsteigen noch für das Klettern geeignete Bedingungen. Darum sollte jeder Kletterer am Abend vor dem Klettern rechtzeitig zu Bett gehen und das Feiern auf die Zeit nach dem Freeclimbing legen.

Zu den am leichtesten trainierbaren Voraussetzungen für das erfolgreiche Klettern zählt eine ausreichende Kraft in den Armen sowie in den einzelnen Fingern. Diese Kraft lässt sich an speziellen Trainingsgeräten üben, eine gute Kletterhalle stellt diese zur Verfügung. Auch die für das sichere Klettern unerlässliche Konzentrationsfähigkeit kann durch regelmäßige Trainingseinheiten leicht verbessert werden.

Beim Bouldering und Sportklettern gibt es gewisse Voraussetzungen, die beachtet werden sollten

Die Berechtigung zum Klettern ist weniger an gesetzliche Auflagen als an von Verbänden und Versicherungen aufgestellte Regeln gebunden.

Bergsport (Sportklettern und Bouldering) - Alter:

Insbesondere besteht keine verbindliche Altersgrenze, so dass sowohl spezielle Kletterkurse mit Kletterleitern für Kinder von fünf bis acht Jahren als auch allgemeine Kurse mit einem Mindestalter von zehn oder fünfzehn Jahren angeboten werden. Für das eigenständige Klettern außerhalb eines geführten Kurses setzen die meisten Kletterhallen das Mindestalter bei vierzehn oder sechzehn Jahren an, wobei minderjährige Kunden in der Regel eine Einverständniserklärung eines Elternteils vorlegen müssen. Einige Anbieter erlauben das Klettern bereits Kindern ab einem Alter von sechs Jahren. Der Deutsche Alpenverein (DAV) schreibt für zum Erwerb eines Kletterscheins führende Kurse ein Mindestalter von lediglich zwölf Jahren vor. 

Bergsport (Sportklettern und Bouldering) - Größe:

Die meisten Klettergärten schreiben eine Mindestgröße von 1,50 Metern für den Hauptparcours vor, für kleinere Kunden steht oft eine Alternative zur Verfügung. In Einzelfällen kann das Klettern für sehr große oder sehr schwere Personen eingeschränkt werden, eine exakte Größe oder ein exaktes Gewicht findet sich aber bei keinem Veranstalter.

Bergsport (Sportklettern und Bouldering) mit körperlichen Behinderungen:

Ob Menschen mit körperlichen Behinderungen sich beim Sportklettern betätigen dürfen, entscheidet jeder Betreiber eines Klettergartens oder einer Kletterhalle alleine; häufig findet sich in den Geschäftsbedingungen der Hinweis, dass betroffene potentielle Kunden mit einem Trainer Rücksprache halten sollen. Schwangere Frauen sollen nach Möglichkeit vor dem Klettern Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Bergsport (Sportklettern und Bouldering) und Höhenangst - geht das?

Nicht zwingend als Ausschlussgrund für das Klettern gilt die Höhenangst, da diese leicht überwunden werden kann; entsprechende Kurse werden in einigen Kletterhallen regelmäßig angeboten. Eine absolute Schwindelfreiheit wird nur beim Klettern in anspruchsvollen Regionen vorausgesetzt. Da diese sich überwiegend in der frei zugänglichen Natur befinden, ist jeder Kletterer zu einer sicheren Selbsteinschätzung aufgerufen, zumal er beim Freeclimbing sich und seinen Kletterpartner gefährdet. Da das Schwindelgefühl bei den meisten davon betroffenen Menschen direkt von der Höhe abhängig ist, bietet sich für nicht vollkommen schwindelfreie Kletterer das in geringer Höhe durchgeführte Bouldering an. Bei dieser Sportart werden mit Ausnahme einer den möglichen Sturz abfangenden Bouldermatte keinerlei Hilfsmittel verwendet, weder zum aktiven Klettern noch zur Sicherung. Eine weitere ausschließlich für das Outdoor-Klettern unverzichtbare Fähigkeit besteht im sicheren Erkennen von Wetteränderungen. Diese Fähigkeit lässt sich durch die Teilnahme an entsprechenden Kursen trainieren.