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Wie viel Risiko „slackt“ mit? Die Slackline richtig befestigen und schon steigt die Slackline Sicherheit!

Sport ist Mord? Unfälle können passieren – beim Slacklining sowie bei allen Sportarten - müssen aber nicht. Slacklining gehört zu den Sportarten, die ein gutes Gleichgewichtsgefühl, Konzentration und eine qualitativ hochwertige Ausstattung voraussetzen.

Slackline richtig befestigen

slackline-richtig-befestigenWie jede Sportart birgt auch Slacklinen ein gewisses Verletzungsrisiko, deshalb ist es wichtig, einige Grundlagen schon von Beginn an beim Slacklining lernen beigebracht zu bekommen. Voraussetzung für unfallfreies Slacken ist natürlich das richtige Befestigen der Line und die ausschließliche Verwendung von qualitativ hochwertigem Material. Während man sich auf locker gespannten Slacklines in geringer Höhe relativ sicher bewegen kann, sind die Kräfte, die auf eine stark gespannte Line wirken, nicht zu unterschätzen. Abgenutztes oder beschädigtes Material kann unter Umständen reißen. Reißt eine stark gespannte Line, werden enorm hohe Energien freigesetzt, die schlimmstenfalls Karabiner wie Geschosse durch die Luft fliegen lassen. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf von Slackline-Sets auf Qualität zu achten und das Material regelmäßig auf Abnutzungen und Verschleiß zu prüfen. Auch die Karabinerhaken werden einer hohen Belastung ausgesetzt. Deshalb sollten ausschließlich Karabiner aus Stahl oder Industrieschäkel verwendet werden.

Wenn man sich von der Qualität des Materials überzeugt hat, muss die Slackline natürlich richtig befestigt werden. Dazu wird das Band auf zwei Seiten fixiert und gespannt. Eine Seite wird oft mit einer Schlaufe befestigt. Auf der zweiten Seite wird die Line mittels einer Ratsche gespannt. Bei der Flaschenzugvariante, die schon von Adam Grosowsky und Jeff Ellington angewendet wurde, und anderen Spannsystemen, wird das Band mit einem Karabiner verbunden. Zwingend notwendig sind natürlich stabile Fixpunkte. Nicht jeder Baum oder Metallseher bietet genügend Stabilität und gibt im Zweifel unter der Belastung nach. Besonders bei Highlines sind Fixpunkte ein besonders brisantes Thema.

Slackline Sicherheit

slackline-sicherheitBesonders bei Highlines ist eine Slackline Sicherung unumgänglich. Man unterscheidet zwei Arten: Die Sicherung von oben oder von unten. Bei einer Slackline Sicherung von oben ist der Slackliner an einem Sicherungsseil, das über der Line gespannt wird, über eine Bandschlinge mit Karabinerhaken gesichert. Im Falle eines Sturzes gereift die Sicherungskette und man fällt nicht weit. Bei der Slackline Sicherung von unten sichert man sich mithilfe einer sogenannten Leash an der Line selbst. Die Leash ist das Herzstück des Sicherungssystems und ist auf einer Seite mit der Line und auf der anderen Seite mit einem Klettergurt verbunden. Unter der Line muss unbedingt noch ein geeignetes, nur handfest gespanntes Seil als Redundanz geführt werden. Mit einer Leash gesichert gelang schon am 13. Juli 1983 Scott Balcom die Erstbegehung einer Highline entlang einer Freeway-Brücke bei Rose Bowl in Kalifornien.

Sturzgefahr von einer Slackline. Sicherheit beim Fall!

Die Gefahr eines Sturzes bleibt letztendlich nicht aus. Wichtig ist, dass Du schon als Slacklining Anfänger ein Gefühl für die Dynamik des Bandes entwickelst, und lernst kontrolliert zu fallen. So bleiben eventuelle Blessuren meistens gering. Unsere Slackline Anleitung kann dir vielleicht hierbei helfen. Durch einen weichen Untergrund kann die Verletzungsgefahr durch Umknicken gemindert werden. Auch die Slackline selbst kann unter Umständen den Fuß verletzen, wenn sie mittig abfällt und bei entsprechender Spannung wieder nach oben zieht. Hier kann das Tragen von Socken Abhilfe schaffen. Mit der Zeit lernst Du den Abgang zu kontrollieren. Und mal ehrlich – wie oft bist Du als Kind vom Fahrrad gefallen und mit blutigen Knien nach Hause gekommen?

Beim Slacklinen geht es in erster Linie um Selbsterfahrung, der Wettkampf-Gedanke steht an zweiter Stelle. Mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Respekt gegenüber dieser Sportart kannst Du die Verletzungsgefahr relativ gering halten.